Fragen und Antworten
Warum wurde die Gruppe „Ultras Dynamo“ ins Leben gerufen? Welche Ziele verfolgt ihr?
UD wurde einerseits gegründet um der Fankultur der SG Dynamo Dresden neues Leben einzuhauchen, anderseits sollten gezielt Stimmung, Choreographien und weitere Aktivitäten rund um die Spiele der SG Dynamo gefördert werden. Im Bereich „UD“ auf dieser Homepage, werden gesondert die Ziele von UD und eine Übersicht über die Entwicklung unserer Gruppe dargestellt.
Wie sieht die Mitgliederstruktur bei den Ultras Dynamo aus?
Darüber können wir leider aus mehreren Gründen keine ausführliche Auskunft geben. Die Gruppe besteht aus einem festen Kern von mehreren Mitgliedern. In die Betrachtung über den Wirkkreis der Ultras Dynamo müssen allerdings eine sehr hohe Anzahl an befreundeten Fanclubs (z.B. 64 „Inoffizielle Fanclubs“), Sympathisanten und uns unterstützende Einzelpersonen mit einbezogen werden. Diese unterstützen uns u.a. durch Fürsprache, tatkräftige Mithilfe oder Spenden und bestehen aus allen Spektren der Stadionbesucher. Analog wird auch UD durch alle Teile der Gesellschaft repräsentiert. Die Organisation unserer Gruppe geschieht dezentral.
Warum stellen die Ultras Dynamo eigene Fanutensilien her?
Es gibt mehrere Gründe warum wir unsere eigenen Fanutensilien herstellen. Utensilien die die optische Unterstützung im Stadion verbessern sollen, also Schwenkfahnen, Zaunfahnen und Winkelemente, sind einerseits nicht in Läden erhältlich oder nur zu horrenden Preisen. Zum anderen sind gerade diese Dinge Ausdruck unseres besonderen Verständnisses von Fankultur, welches u.a. auch den Anspruch hat optisch aufzufallen und durch Kreativität und Individualität zu beeindrucken.
Neben diesen Sachen stellen wir allerdings auch Produkte her, die unseren Lebensstil auch im Alltag ausdrucken sollen. Dazu zählen Kleidung, Sticker und Hefte. Inzwischen gibt es zwar mit dem Blickfang Ultra’ und dem Erlebnis Fussball zwei deutschlandweit erscheinende Hefte zum Thema Ultra’, ansonsten gibt es aber keine Medien über die Mentalität Ultra’. Die Bekleidung grenzt sich von den typischen Fanshopartikeln dadurch ab, dass diese sich von Verein zu Verein oftmals nur durch den aufgedruckten Namen unterscheiden, und ansonsten dasselbe langweilige Layout eines Massenprodukts haben. Unser Anspruch ist auch Kreativität und Ideenreichtum in diesen Artikeln.
Mit den Produkten repräsentieren wir in erster Linie unseren Verein, die SG Dynamo, aber zwangsläufig auch die Ziele wofür wir einstehen. Außerdem werden aus dem Erlös dieser Sachen Aktivitäten finanziert, welche direkt wieder der Kurve zugute kommen, beispielsweise Choreographien oder Spruchbänder.
Auch an dieser Stelle nochmal der Hinweis an alle Fans. Passt auf eure Sachen auf! Es gibt keine größere Demütigung, als die eigenen Farben am Zaun des Gegners hängen zu sehen!
Warum propagiert ihr immer die Parole „Wir sind der Verein“?
Wir alle - Fans und Mitglieder – sein ein Teil des Vereins. Die Parole „Wir sind der Verein“ soll das Verhältnis zwischen Verein(-sführung) und Fans wieder korrigieren. In den letzten Jahren wurden die Fans immer unterwürfiger und lassen sich bereitwillig in die Rolle des passiven Konsumenten drängen, der im Vereinsleben nichts zu sagen hat. Dabei sind wir Fans doch der vielzitierte „12. Mann“. Wir unterstützen den Verein gleichwohl wo, wann und wie die Mannschaft spielt. Viele von uns sind eingetragene Vereinsmitglieder und gestalten den Verein durch Anträge und Wahlen. Wir unterstützen die SG Dynamo in erheblichem Masse durch unsere Mitgliedsbeiträge und Eintrittsgelder. Viele Aufgaben, vor allem in den Zeiten als Dynamo keinen Pfennig zur Verfügung hatte, wären durch die ehrenamtliche Arbeit von Fans nicht erfüllbar gewesen. In der Vergangenheit haben wir durch bitter benötigte Spenden überhaupt das Überleben des Vereins gesichert. Zu erinnern ist an die zahlreichen Spendensammlungen oder die Aktion „Brustsponsor“. Wo waren da all die Herren aus der Geschäftsetage? Wer ist da nicht alles ein und ausgegangen? Aber wer war immer da? Wir Fans.
Deshalb sehen wir uns als wichtigen Teil des Vereins und erwarten von Mannschaft und Vereinsführung, dass sie dies akzeptiert und respektiert.
Vor allem in der Presse heißt es immer wieder, dass ihr euch in die Vereinspolitik „einmischt“. Stimmt das?
Ja das stimmt, wir „mischen“ uns in die Vereinspolitik ein. Dass ist jedoch nicht verwerflich, da sich unser Engagement auf die im Rahmen der Vereinsmitgliedschaft gewährleisteten Rechte beschränkt. Jedes vollwertige Vereinsmitglied ist im Besitz dieser Rechte. Sie sind folglich kein Privileg unserer Gruppe. Dabei handelt es sich unter anderem um Abstimmungen auf Mitgliederversammlungen, das Einfordern von Stellungnahmen zu spezifischen Themen von im Verein verantwortlichen Personen oder das Einreichen von Anträgen auf Mitgliederversammlungen. All die uns zur Verfügung stehenden Mittel sind basisdemokratische Instrumentarien die von einer lebendigen Vereinskultur zeugen. Wir treten allgemein für mehr Transparenz in allen Teilen des Vereinsgebarens auf. Der SG Dynamo Dresden wurde in der Vergangenheit nicht aufgrund einer undurchsichtigen Vereinssatzung oder einer ausufernden Institutionalisierung Schaden zugefügt, sondern weil Leute die Verantwortung getragen haben, nicht zum Wohle des Vereins sondern für ihr eigenes Wohlergehen gearbeitet haben. All diejenigen, die uns unser Recht im Verein mitzuwirken vorwerfen, haben sich entweder nicht ausreichend mit der Materie auseinander gesetzt, oder sie verfolgen ganz andere Ziele.
Warum arbeitet ihr nicht mit der Presse zusammen? Warum kritisiert ihr wiederholt die Medien?
Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass wir im Allgemeinen eine Antipathie gegenüber Pressevertretern hegen. Die Ursache dafür ist in der teilweise extrem dilettantischen und mutwillig falschen Berichterstattung der Medien zu suchen, welche in der Vergangenheit bei Berichten oder Kommentaren zur Fankultur an den Tag gelegt wurde. In einer Zeit in der die Gesellschaft in der wir leben, durch Umbruch gekennzeichnet ist, scheinen einstmals grundlegende Werte journalistischer Arbeit wie eine ordentliche Recherche oder der Wahrheitsgehalt der verbreiteten Aussagen niemanden mehr zu interessieren bzw. dem Rotstift zum Opfer zu fallen. Hauptsache es springt eine markante Schlagzeile heraus.
Zahlreiche Beispiele sind im Zentralorgan-Saisonheft 2006/2007 nachzulesen. Scheinbar nehmen die wenigsten Journalisten heutzutage noch ihre eigentliche Aufgabe ernst. Dies macht sich allein schon durch die vehemente Verwechslung der Begriffe Fan, Ultra und Hooligan bemerkbar (siehe Erläuterungen unter http://www.heise.de/tp/r4/artikel/24/24851/1.html). Auch ist es faszinierend, dass in den gesamten letzten Jahren in den Lokalmedien nur zu einer von uns durchgeführten Choreos unser Name erwähnt wurde. Ansonsten werden solche Aktionen, auch wenn sie zu 100 Prozent von uns organisiert und finanziert sind, „den Dynamofans“ zugeordnet. Unkenntnis unseres Gruppennamens kann es nicht sein die dazu führt, den zu jeder sich bietenden negativen Meldung wird ein Zusammenhang zu unserer Gruppe herbeifantasiert. Gern in Kombination mit der genannten Verwechslung mit den Hooligans. Aber auch der Tunnelblick auf Dynamo und seine Fans ist beängstigend. Während zur WM bei einigen hundert Festnahmen von einem friedlichen Fußballfest gesprochen wird, ist bei den kleinsten Unregelmäßigkeiten zu Dynamospielen von „kriegsartigen Zuständen“ oder der „Hölle von Dresden“ die Rede.
In Rahmen unseres Antrages zur Rückbenennung Dynamos in SG Dynamo Dresden hatten wir übrigens einen Medienverantwortlichen in unseren Reihen benannt. Er wurde dann auch relativ fix von allen möglichen Boulevardredaktionen, vom RTL Aktuell bis hin zum Spiegel, kontaktiert. Nachdem er wiederholt falsch zitiert und weiterhin mutwillig unwahre Behauptungen über unsere Gruppe in die Welt gesetzt wurden, haben wir dieses Experiment wieder beendet. Stattdessen wurde festgelegt, zukünftig jede Zusammenarbeit mit den Redaktionen von Massenmedien auszuschließen.
Wer sich also wirklich sachlich und informativ mit dem Thema Ultra’ auseinandersetzen will, suche entweder das direkte Gespräch, oder lese Publikationen wie das Zentralorgan , das Blickfang Ultra’ oder Erlebnis Fussball.
Warum schreibt niemand von euch im offiziellen Forum?
Mitglieder unserer Gruppe sind angewiesen, nicht im offiziellen Forum zu schreiben und in allen anderen Foren ihre eigene Meinung als Privatperson zu vertreten. Im offiziellen Forum wird nachweislich eine Zensur zu Ungunsten der Fanszene betrieben. Kritische Beiträge werden gelöscht und die Verfasser auf Zeit gesperrt. Gleichzeitig ist das offizielle Forum Sammelort für zahlreiche sogenannte Internet-Trolle. Die Ultras Dynamo werden von diesen Autoren immer wieder, gern auch vorsorglich, für jegliche Negativmeldung in Zusammenhang gebracht. Zum einen wurden wir der Flut an Falschbehauptungen bald nicht mehr Herr und zum anderen war eine logische du sachliche Diskussion überwiegend nicht möglich. Zusammen mit der vorherrschenden Zensur wird das offizielle Forum von uns daher nicht als ernstzunehmende Diskussionsplattform angesehen. Wir empfehlen Alternativ das sgd-fanforum.
Warum setzt ihr euch so vehement für einen Kartenverkauf für Auswärtsspiele am Spielort ein?
Es gibt Szenarien in denen ein nicht vorhandener Kartenverkauf am Spieltag gerechtfertigt ist. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn die Nachfrage in Dresden erheblich größer ist, als die Kartenkapazität die dem Gästeanhang im zu besuchenden Stadion zusteht und das Kartenkontingent für Gäste bereits im Vorfeld ausverkauft ist. In letzter Zeit ist es jedoch vermehrt zu Situationen gekommen in denen für Auswärtsspiele nur Karten in Dresden verkauft wurden, obwohl die Kapazitäten ohne Probleme ausgereicht hätten um auch vor Ort einen Kartenverkauf für das Spiel zu organisieren.
Fans die sich aufgrund von Arbeit, Familie oder anderweitigen Verpflichtungen nur spontan für einen Spielbesuch entscheiden können, werden somit von vornherein in ihren Freiheiten beschränkt. Auch ist es den zahlreichen Fans, die nicht direkt in Dresden wohnen, nicht zuzumuten erst extra nach Dresden zu reisen, nur um sich eine Karte zu besorgen. Für sie gab es zwar bei den oben genannten Begebenheiten die Möglichkeit sich die Karten per Post zuschicken zu lassen, aber auch diese Prozedur war mit einem erheblichen Mehraufwand verbunden, der mit einem Kauf vor Ort ohne weiteres hätte vermieden werden können.
Hinzu kommt die beim Kartenverkauf erhobene Vorverkaufsgebühr. Auf paradoxe Art und Weise wird der Preis der ohnehin schon nicht für jedermann erschwinglichen Karten noch einmal verteuert. Dass eine Gebühr für den Vorverkauf erhoben wird, ist wirtschaftlich nachvollziehbar. Wenn einem allerdings die Entscheidung diesen Euro zu sparen von vornherein abgenommen wird, indem ein Kartenverkauf vor Ort am Spieltag selber nicht stattfindet, so ist dies kritisch zu betrachten.
Das Thema der fragwürdigen und mitunter unrechtmäßigen Speicherung von persönlichen Daten des Kartenkäufers, die bei einem solchen Kauf zuweilen vorkommt, wollen wir an dieser Stelle erst gar nicht ausführlich diskutieren.
Warum genießt ihr „Sonderrechte“ wie die Nutzung von Arbeitskarten oder einen eigenen Verkaufs-/Informationsstand?
Wir möchten Dynamo Dresden mittels akustischem Support und auch optischer Unterstützung voranbringen. Mit Fahnen, gezielter Stimmung bei Heim- und Auswärtsspielen und großen Choreographien unterstützen wir Mannschaft und Verein im Stadion. Die Vereinsführung hat an diesen Dingen auch Interesse, denn schließlich baut es die Mannschaft auf und es erfreut sich jeder zu Recht an den atemberaubenden Bildern, die in der Fankurve entstehen. Für unsere Choreographien benutzen wir Materialien, die nicht einfach durch den normalen Zuschauereingang befördert werden können. Auch aufgrund der Dauer der notwendigen Kontrolle aller Materialien ist es sinnvoll, die Sachen am Hintereingang des Stadion hineinzubringen. Dafür werden Arbeitskarten benötigt. Außerdem benötigen wir seit der Blocktrennung für aufwendige Choreographien oft Zugang zu mehreren Blöcken und in wenigen Fällen auch zum Innenraum des Stadions. Zu Oberligazeiten stellte dies keine Problem dar, nun ist dies nur noch mit Arbeitskarten möglich. Der Verein stellt sie uns diese dankenswerterweise zur Verfügung, denn sonst sind viele typische Dinge der Fankultur kaum noch durchführbar.
Analog wird uns ein Verkaufs- und Informationsstand im Stadion erlaubt. Mit diesem können wir Choreographien refinanzieren. Außerdem ist es guter Anlaufpunkt für Jugendliche, um Fragen und Probleme zu klären.
Zum Befestigen der vielen Fahnen, die das Stadion in Schwarz-Gelb hüllen, sowie für die Durchführung der Choreographien sind Absprachen mit Vereinsvertretern und Ordnungsdienst unerlässlich. Ein gutes Beispiel für solche Absprachen ist die Verabschiedung der Flutlichtmasten gegen Bischofswerda. Die Giraffen sollten einen würdigen Abschied bekommen und wir zündeten 440 Bengalische Lichter. Obwohl uns freie Hand gelassen wurde, ging die Durchführung dank der detaillierten Absprachen absolut problemlos vonstatten.
Der Vorwurf all dies seien „Sonderrechte“ welche uns nicht zustehen kommt aus der immer gleichen Ecke. Dabei wird weder bedacht, dass diese „Rechte“ über Jahre hinweg durch eine Unmenge an positiven Aktionen gewachsen sind, noch das dies eigentlich normal für ein funktionierendes, aktives Fanleben sein muss oder das ein Großteil der Aktivitäten von UD ohne diese nicht durchführbar sind.
Worauf sollte ich bei einem Besuch das Fanblocks eurer Meinung nach achten?
Dafür haben wir unter „Regeln im Block-K“ einen kurzen Ratgeber veröffentlicht. Dort werden auch alle Fragen beantwortet, die UD im speziellen, sondern Fankultur im Allgemeinen betreffen.
Wer kann mir mit Fragen zu euren Artikeln oder eurem Stand/Onlineshop weiterhelfen?
Alle Fragen zum Shop sollten im Onlineshop ausreichend beantwortet werden. Dort findet ihr auch alle notwendigen Kontaktadressen. Sprecht uns ansonsten auch persönlich an.
Wie kann ich bei den Ultras Dynamo Mitglied werden?
Wie wichtig neue junge und vor allem motivierte Neumitglieder sind, kann man gar nicht beschreiben. Denn Stagnation bedeutet Rückschritt. Neue Leute aber haben immer einen anderen Blick und frischere Ideen als die „Alten“. Deshalb suchen wir ständig Jugendliche die bei Choreos nicht länger nur zuschauen, sondern diese auch mitgestalten wollen und vor allem auch mit anpacken können. Auch wenn wir aufgrund einschlägiger Erfahrungen unsere Gruppe geschlossen haben, steht dennoch ein gutes Nachwuchsprogramm zur Verfügung in dem ihr euch bewähren könnt. Aber keine Angst vor dieser Hürde. Wenn ihr Bock auf ein aktives und kreatives Fandasein habt, vor allem unter der Woche mit anpacken könnt und aus dem Raum Dresden und Umgebung kommt, dann wird das mit Sicherheit klappen. Über das Kontaktformular oder noch besser in persönlichen Gesprächen könnt ihr schnell und unkompliziert Kontakt zu uns aufnehmen.
Alle jene, für die eine Mitgliedschaft bei UD beispielsweise aus zeitlichen Gründen nicht in Frage kommt, empfehlen wir eine Mitgliedschaft bei der Fangemeinschaft Dynamo. Eine starke Fanvertretung nutzt auch den Ultras Dynamo. Außerdem suchen wir auch ab und zu im Rahmen der Fangemeinschaft nach Freiwilligen für die Anfertigung von Dingen wie Choreos.
Wie kann ich euch unterstützen?
Wir sind über jede Art der Unterstützung, ob finanziell, materiell oder informell, äußerst dankbar. In der Rubrik Unterstützung haben wir alle Informationen zu diesem Thema notiert.


